Mauritius – Land des Zuckers

Mauritius. Ein kleines Land inmitten des Indischen Ozeans mit bewegter Geschichte. Lange Zeit nur den Arabern als „Dina Harobi“ (dt.: verlassene Insel) bekannt, wurde das Eiland vulkanischen Ursprungs Anfang des 16. Jahrhunderts von portugiesischen Seefahrern entdeckt. Wirklich bevölkert wurde Mauritius aber erst ein knappes Jahrhundert später von den Niederländern, die erst im 18. Jahrhundert aufgrund vieler Probleme nach Jahrzehnten des Ausbeutens die Insel wieder verließen. Kurz darauf siedelten sich dort Piraten an, die, durch die gute Lage an wichtigen Handelsrouten begünstigt, viele Schiffe überfielen. Diese Zeit währte aber nicht lange bis die Franzosen die Insel übernahmen, ihr den Namen Île de France gaben und auf der weitestgehend abgeholzten Insel erste Zuckerrohrplantagen anlegten, welche bis heute zu einer der wichtigsten Haupteinnahmequellen des Landes wurden. Ihre Herrschaft dauerte auch fast ein Jahrhundert, bis die Briten in einer großen Schlacht die Franzosen besiegten, die Herrschaft an sich rissen und Mauritius ihren heutigen Namen gaben. Ab dem Zeitpunkt war Mauritius britische Kolonie und erlangte erst 1968 die vollkommene Unabhängigkeit.

 


 

Dadurch, dass die Insel durch so viele Hände verschiedener Länder und Kulturen ging, entwickelte sie sich zu einem kleinen Schmelztiegel unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen. Die Oberschicht ist bis heute weitestgehend französisch geprägt, auch wenn der Großteil der Bevölkerung, durch die Kolonialzeit und die damalige Sklaverei bedingt, indischstämmig oder kreolisch ist. Einen weiteren Anteil haben chinesischstämmige oder muslimische Bewohner. Das einzige was aus der britischen Kolonialzeit übrig blieb, war die Amtssprache Englisch. Trotzdem sprechen die meisten Bewohner überwiegend Französisch oder Kreolisch.

 

Mauritius ist dabei bestes Beispiel dafür, dass das Zusammenleben zwischen Muslimen, Hindus, Christen und Buddhisten sehr gut funktionieren kann. Es gibt zwar viel Armut im Land, aber das Leben auf der Insel ist sehr friedlich und durch vergleichsweise wenig Kriminalität geprägt. Auch gegenüber Touristen sind die Einwohner sehr freundlich und wenn man durch die weitläufigen Zuckerrohrplantagen fährt, kann es schon mal passieren, dass einem mit freundlichem Lachen von den Plantagenarbeitern zugewunken wird.

 

 

Durch ihre tropische Lage sinken die Temperaturen auf Mauritius nie auf nennenswert kalte Temperaturen. Niederschlagstechnisch kann man eigentlich immer davon ausgehen, dass man alle 1-2 Tage einen circa halbstündigen Tropenregen erlebt, der mit seiner sanften Wärme für eine schöne Erfrischung sorgt. Meist ist aber die Westküste im Vergleich zur Ostküste die etwas heißere und schwülere Gegend, da sehr viel Wind und Regen von dem großen Zentralgebirge abgehalten wird.

 

Touristisch betrachtet ist Mauritius ein echtes Eldorado an Sehenswürdigkeiten. Es gibt lange, weiße, feine Sandstrände für Bade- und Strandfreunde. Abenteurer und Kulturinteressierte kommen aber auch auf ihre Kosten. Das mächtige mit dichtem Urwald überzogene Gebirge und seine Vulkankrater, die teilweise zu Seen wurden, lädt zum Wandern und zu Jeeptouren ein.

Die Insel bietet aber auch eine Vielfalt an buddhistischen beziehungsweise hinduistischen Tempeln und Moscheen, sowie tropische Nationalparks, Museen wie das der Blauen Mauritius, der wertvollsten Briefmarke der Welt, oder auch Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit wie die Villa Eureka.

Für Urlauber die besondere Ansprüche an ihre Unterkunft auf Mauritius stellen, steht eine große Auswahl an exklusiven Hotels und Resorts zur Verfügung. Es gibt aber ebenso viele Hotels für Familien, Individualisten und Leute die nicht ganz so viel Geld ausgeben möchten. Auch für Golfer gibt es vielfältige Angebote an preisgekrönten Golfplätzen mit dazugehörigen Hotels.

Die meisten der Resorts befinden sich direkt am Strand und bieten Aktivitäten wie Schnorcheln, Segeln, Tauchtouren durch das weitläufige Korallenriff oder auch Fahrten mit Glasbodenbooten. Von ihnen aus lassen sich geführte Ausflüge ins Landesinnere oder zur Hauptstadt Port Louis buchen.



Sehr sehenswert sind auch die umliegenden Inseln wie Rodrigues, auf denen Naturreservate eingerichtet wurden und man die ursprüngliche Flora und Fauna wie Riesenschildkröten bestaunen kann. Abgesehen davon, kann man sich auf der Hauptinsel durch Zuckerfabriken führen und zeigen lassen, wie das mauritische Hauptexportgut, der braune Rohrzucker, hergestellt wird.

 

Des Weiteren erweist sich die sogenannte „Siebenfarbige Erde“ als sehr interessantes Naturphänomen. Hierbei handelt es sich um Vulkangestein, das durch verschiedene Mineralien bunt „leuchtet“.

 

 

 

Mauritius ist alles in allem ein Land das durch viele Kulturen, Sehenswürdigkeiten und eine atemberaubende, tropische Natur besticht. Die Hotels bieten allen erdenklichen Komfort in verschiedenen Preisklassen und für verschiedene Zielgruppen. Diese Insel ist ein Urlaubsziel für jeden Geschmack. Egal ob für Abenteurer, Naturliebhaber, Entspannungssuchende, Familien oder Sportler. Überzeugen Sie sich doch einmal selbst davon.

 

 

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